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Versandkosten-Pauschale

E-Commerce By Juli 18, 2017 Tags: , , , 2 Comments

Ab und an werde ich von Kunden gefragt, warum meine Versandkosten denn so hoch sind, „das Porto ist doch viel billiger“. Ich fasse solche Anfragen keineswegs böse auf, die meisten Kunden wissen einfach nicht, was neben dem Porto außerdem für Kosten für uns Verkäufer anfallen. Ich versuche den Kunden die berechneten Versandkosten dann möglichst transparent aufzuzeigen, bislang ausnahmslos fanden dies alle Kunden interessant und bedankten sich höflich für die Information. Die folgende Berechnung (siehe Abbildung) könnt ihr euren Kunden gerne ebenfalls zur Verfügung stellen. Im heutigen Beitrag möchte ich euch aufzeigen, was es bei den Versandkosten zu beachten gibt und wie sich meine Versandkosten-Pauschale zusammensetzt.

Die rechtlich korrekte Angabe von Preisen ist im Online-Handel in der Preisangabenverordnung geregelt. In dieser wird auch festgelegt, dass ggf. anfallende Versandkosten transparent aufgezeigt werden müssen. Werden Versandkosten berechnet, so muss angegeben werden, dass der Endpreis mit Hinzurechnung dieser Versandkosten erhoben wird (z.B. „zzgl. Versandkosten),1 dieser Hinweis sollte mit einer Versandkostenübersicht verknüpft sein.2 Fallen keine zusätzlichen Versandkosten an, so muss dies in gleicher Weise dargestellt werden (z.B. „keine Versandkosten“ oder „inkl. Versand“).
Wie hoch die jeweiligen Versandkosten sind, kann individuell vom Verkäufer selbst festgelegt werden. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Variante ist es, nur das reine Porto zu berechnen und alle weiteren Bestandteile (Verpackung etc.) in den Artikelpreis einzurechnen. Das Angebot eines kostenlosen Versands wäre eine weitere Möglichkeit, dabei werden alle anfallenden Kosten in den Produktpreis einkalkuliert. Ich bevorzuge die Verwendung von Versandkosten-Pauschalen, dabei werden alle Kosten, die mit Verpackung und Versand in Zusammenhang stehen, in diese Pauschale eingerechnet. Ich empfinde diese Variante als am transparentesten, da die Preisbestandteile der Lieferung nicht dem Produktpreis zugerechnet werden, sondern dort erhoben werden, wo sie auch tatsächlich anfallen. In der Abbildung seht ihr eine Beispiel-Berechnung für einen Großbrief. Je nachdem, ob ich im Karton oder im Umschlag versende (dies ist vom Produkt abhängig), ändert sich der Preis, daher bildet meine Pauschale einen Mittelwert aus beiden Varianten. Die Fahrtkosten zur Post habe ich mit 0,00 € angesetzt, da für mich in dieser Hinsicht keine Kosten anfallen. Entstehen bei euch jedoch Kosten (z. B. weil ihr mit dem Auto fahrt), dann solltet ihr diese Kosten ebenfalls einkalkulieren. Weiterhin ist zu erwähnen, dass auch auf Versandkosten Umsatzsteuer abgeführt werden muss (Es sei denn man hat den Kleinunternehmerstatus gemäß § 19), im Porto ist jedoch keine Umsatzsteuer enthalten, es kann daher keine Vorsteuer abgezogen werden.

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Zusammenfassend ist zu sagen, dass alle anfallenden Kosten in Bezug auf die Lieferung dem Kunden auferlegt werden, dies kann im Produktpreis oder in den separat aufgeführten Versandkosten geschehen.

1 Vgl. § 1  Abs. 2 PAngV.
2 Vgl. Art. 246a § 1 Abs. 1 Nr. 4 EGBGB.

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Update: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon

E-Commerce By Juni 29, 2017 Tags: , , 2 Comments

Der heutige Newsletter von Handmade at Amazon löste sicherlich in vielen Handmade-Verkäufern große Freude aus, denn es wurde verkündet, dass die monatliche Abonnementgebühr von 39€ zunächst weiterhin entfällt. Bisher gab es die Information, dass diese Gebühr für Handmade-Verkäufer nach dem 31.12.2017 anfallen sollte. Ab wann die Gebühr fällig wird oder ob dauerhaft darauf verzichtet wird, wurde jedoch nicht verkündet.

Einer weitere positive Nachricht ist, dass die Verkaufsgebühren bis einschließlich 31.12.2018 bei 12% bleiben und erst danach auf 15% erhöht werden.

Verkäufer von handgefertigten Schuhen und Bekleidung haben ebenfalls ein Grund zur Freude: Bislang gab es noch keine Kategorien für diese Produkte bei Handmade at Amazon, diese sollen aber demnächst freigeschaltet werden. Dies wurde ebenfalls im heutigen Newsletter verkündet.

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Hier geht es zu den Artikeln Anmeldung bei Handmade at Amazon und Erfahrungen bei Handmade at Amazon.

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Lizensierung von Verpackungen

E-Commerce By Juni 17, 2017 Tags: , , No Comments

Die Verpackungslizenz ist für fast jeden Handmade-Gründer Pflicht. Was genau es damit auf sich hat, wie man diese Lizenz erwirbt und ob diese auch notwendig ist, wenn man gebrauchte Versandkartons verwendet, erkläre ich im heutigen Blogbeitrag. [kurze Zusammenfassung am Ende des Beitrags]

Gemäß § 6 Abs.1 u. 2 VerpackV1 sind alle Gewerbetreibenden, welche Verpackungen in Umlauf bringen, zur Rücknahme, Recycling und Entsorgung dieser verpflichtet. Da das zumeist kaum möglich ist, ist alternativ die Beteiligung an einem Rückholsystem (= duales System) durch den Erwerb einer Verpackungslizenz möglich. Betreiber von Rückholsystemen wie die Landbell AG, die VfW GmbH oder die EKO-PUNKT GmbH, bei welchen die Lizenz erwerbbar ist, sind dabei Schnittstelle zwischen den Entsorgungsunternehmen und den Gewerbetreibenden und setzen die Verwertungspflichten um. Derzeit gibt es zehn behördlich zugelassene Systeme.2

Unterschieden wird dabei in Serviceverpackungen (z.B. Klebstofftube), Umverpackungen (z.B. Sichtverpackung3 der Klebstofftube), Verkaufsverpackungen (z.B. Versandkarton) und Transportverpackungen (z.B. Palette auf der viele Kartons mit Klebstofftuben transportiert werden).4 Da Serviceverpackungen bereits vom Erstinverkehrbringer (Hersteller oder Vertreiber) lizensiert sein sollten und Transportverpackungen nur beim B2B anfallen (sobald sie im B2C aufkommen, werden sie zu Verkaufsverpackungen gezählt), müssen von den Gewerbetreibenden nur Umverpackungen und Verkaufsverpackungen lizensiert werden. Die Verpackungsverordnung betrifft alle Inverkehrbringer von Verpackungen, sie ist jedoch hier in den Themenschwerpunkt e-Business eingegliedert, da dieser hauptsächlich betroffen ist. Verpackungen, die erst bei der Kaufabwicklung vor Ort dem Produkt hinzugefügt werden (z.B. Tragetasche, Schutzpapier um empfindliche Keramik) gelten als Serviceverpackungen und werden somit schon vom Hersteller lizensiert.5 Befindet sich ein Produkt bspw. in einer Sichtverpackung auf einem Kunsthandwerkermarkt, so muss auch diese lizensiert werden.

Die Pflicht zur Lizensierung besteht schon ab dem ersten in Umlauf gebrachten Versandkarton, eine Mindermengen-Befreiung gibt es nicht. Lizensiert wird je nach Material in verschiedenen Werkstoffgruppen: PPK (Papier, Pappe, Karton), Kunststoff, Kartonverbunde, sonstige Verbundstoffe, Weißblech, Aluminium, Glas und Naturmaterialien. Werden bspw. Luftpolsterumschläge verwendet, so muss je eine Lizenz für PPK und eine für Kunststoff erworben werden, pauschal gilt: Ein Luftpolsterumschlag besteht zu 60 % aus PPK und zu 40 % Kunststoff.6 Auch Füllmaterialien wie Packpapier und Beistoffe wie Paketband müssen lizensiert werden.

An dieser Stelle möchte ich erneut darauf hinweisen, wie wichtig es ist, sich selbst gründlich zu informieren und auch den Gesetzestext als Primärquelle hinzuzuziehen. Im Internet findet man immer wieder Hinweise zu einer sogenannten 5 %-Regel. Nach dieser sollen Stoffe, welche weniger als 5 % am stofflichen Gesamtanteil ausmachen, zu dem stofflichen Hauptanteil gezählt werden. Demnach wäre bspw. bei einer Nutzung von bis zu 5 g Klebestreifen bei einem 100 g Briefumschlag ausschließlich die Lizensierung von PPK nötig, eine Lizenz für Kunststoff entfiele.7 Im Gesetz erwähnt ist solch eine Regel jeoch nur für Verbundstoffe, d.h. Verpackungskombinationen, welche sich nicht sauber von Hand trennen lassen (z.B. Getränkekartons, die von innen mit Alufolie kaschiert sind),8 der Klebestreifen wie hier im Beispiel muss also auch lizensiert werden.

Bei einigen Händlern wird die Möglichkeit angeboten, bereits vorlizensierte Versandverpackungen zu kaufen, hierbei sollte das Angebot jedoch etwas genauer hinterfragt werden. Gemäß LAGA9-Beschluss sind Versandverpackungen als Verkaufsverpackungen und nicht als Serviceverpackungen einzustufen, wodurch die Lizensierungspflicht nicht auf den Hersteller oder Vertreiber übertragen werden kann.10 Ist der Vertreiber vorlizensierter Verpackung jedoch als beauftragter Dritter gemäß §11 VerpackV einzuordnen, kann es durchaus rechtens sein. Das ist gegeben, wenn dieser die Lizensierung wiederum zu 100 % unter dem Namen des Gewerbetreibenden mit den jeweiligen spezifischen Mengen bei einem Rückholsystem durchführt.11 Zu beachten ist hierbei, dass die gesamte verwendete Verpackung dann vorlizensiert eingekauft werden muss (auch Füllmaterial etc.), bei einer separat erworbenen Lizenz ist man diesbezüglich unabhängiger.

Vorlizensierte Versandkartons können bei Verpackungsteam.de erworben werden.

Vorlizensierte Versandkartons können bei Verpackungsteam.de erworben werden.

 

Auch für bereits gebrauchte Verpackungen sollte eine Lizenz erworben werden. Theoretisch entfällt die Lizensierungspflicht, wenn sie schon einmal lizensiert wurden und noch nicht von einem dualen System erfasst wurden (= Entsorgung). Allerdings muss die bereits zuvor erfolgte Lizensierung dann nachgewiesen werden, was in der Praxis meist sehr schwierig sein dürfte.12

Mit Zunahme des Online-Handels in den letzten Jahren und insbesondere dem Aufkommen vieler kleiner Shops, wurde auch der Bedarf an Verpackungslizenzen für kleinere Mengen höher. Neben den zehn bereits erwähnten dualen Systemen sind daher in den letzten Jahren weitere Anbieter auf den Markt gekommen, welche Lizenzen speziell für geringe Mengen anbieten. Diese Unternehmen (z.B. Bähr Entsorgungsmanagement GmbH, Mueae GbR) kaufen Lizenzen für eine höhere Anzahl an Verpackungen und verkaufen Lizenzen für kleinere Mengen weiter.

Die Preise der einzelnen Anbieter variieren stark, einige bieten Pauschalen an, bei manchen gibt es eine Grundgebühr, bei anderen kann exakt eine bestimmte Menge (nach Kilogramm) lizensiert werden. Je nach Art und Anzahl der individuell verbrauchten Verpackung können unterschiedliche Lizensierer das günstigste Angebot offerieren. Auch von Jahr zu Jahr differieren die Preise teilweise immens, so kann es sein, dass bei gleicher Lizensierungsmenge dieses Jahr ein anderer Anbieter günstiger ist als letztes Jahr. Grundsätzlich ist daher festzuhalten, dass jeder Gewerbetreibende für sich das lukrativste Angebot herausfinden muss und dabei jedes Jahr aufs neue Preise vergleichen sollte.

Die Lizenz erhält man in Form einer schriftlichen Bestätigung über Menge und Zeitraum. Falls die Lizenz nicht direkt bei einem der zehn behördlich zugelassenen dualen Systeme erworben wird, sollte zudem darauf geachtet werden, dass auf der Lizensierungbestätigung festgehalten ist, bei welchem Rückholsystem lizensiert wurde. Die Mueae GbR lizensiert bspw. bei der Landbell AG. Sollte die tatsächlich verbrauchte Verpackungsmenge die lizensierte überschreiten, so kann problemlos nachlizensiert werden, auch für das vorangegangene Jahr. Zu viel lizensierte Verpackung kann jedoch nicht ins nächste Jahr übertragen werden, daher ist es ratsam lieber knapp zu kalkulieren und bei Überschreiten der Menge eine weitere Lizenz zu erwerben.

1 Vgl. Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen (Verpackungsverordnung - VerpackV).
2 Vgl. Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V. (Hrsg) (o.J.), Duale Systeme. [Letzter Zugriff: 16.06.2017].
3 Wird auch als Blister bezeichnet
4 Vgl. §  3 Abs. 1 VerpackV.
5 Vgl. IHK Region Stuttgart (Hrsg.) (o.J.), Überblick über die deutsche Verpackungsverordnung. [Letzter Zugriff: 16.06.2017].
6 Vgl. Bähr Entsorgungsmanagement GmbH (Hrsg.) (o.J.), Wie berechne ich die in den Verkehr gebrachten Mengen bei Luftpolsterversandtaschen? [Letzter Zugriff: 16.06.2017].
7 Vgl. Rosenberger (o.J.), FAQ und Rechenbeispiele zur 5. Novelle der Verpackungsverordnung. [Letzter Zugriff: 16.06.2017].
8 Vgl. § 3 Abs. 5 VerpackV.
9 Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall
10 Vgl. LAGA (Hrsg.) (2008), Beschlüsse zur Umsetzung der 5. Novelle der Verpackungsverordnung, S. 3.
11 Vgl. § 11 VerpackV.; Vgl. LAGA (Hrsg.) (2009), Rücknahme von Verkaufsverpackungen, S. 10.
12 Vgl. LAGA (Hrsg.) (2008), Beschlüsse zur Umsetzung der 5. Novelle der Verpackungsverordnung, S. 3

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Versandmöglichkeiten

E-Commerce By April 26, 2017 Tags: , , No Comments

Für den Versand der Ware gibt es zahlreiche Möglichkeiten, welche individuell abgewogen werden müssen. Grundsätzlich wird unterschieden in versicherten und unversicherten Versand, wobei das Versandrisiko immer beim Verkäufer liegt.1 Durch die Wahlmöglichkeit für den Käufer zwischen versichertem und unversichertem Versand darf nicht suggeriert werden, dass dieser das Risiko trägt.2
Die am weitesten verbreitete Versandart ist der Brief von der Deutschen Post, welcher grundsätzlich unversichert ist. Dieser kann jedoch durch die Zusatzleistung „Einschreiben“ aufgewertet werden. Die Konditionen variieren je nach gewählter Zusatzleistung, Haftung ist bis zu 25 € möglich, eine Sendungsverfolgung steht bei allen Varianten zur Verfügung.3 Übersteigt die zu versendene Ware in Größe oder Gewicht den Bestimmungen eines Briefes oder ist der zu versichernde Wert größer als 25 €, sollte als Paket versendet werden. Diese Versandart wird von verschiedenen Dienstleistern wie DHL, DPD, Hermes oder GLS angeboten. Welches Unternehmen sich als am besten geeignet erweist, sollte individuell nach Aspekten wie Erfahrungswerten, Standort der Einlieferungsstelle, Versicherungswert und Preis der am häufigsten versendeten Verpackungsgröße bestimmt werden.
Ein weiterer Aspekt ist die USt, welche bei bspw. der Deutschen Post und der DHL bei den meisten Leistungen nicht ausgewiesen ist,4 weshalb sie nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Sofern der Handmade-Verkäufer umatzsteuerpflichtig ist, muss diese jedoch beim Kunden auch auf das Porto erhoben werden, daher sollte genau überprüft werden, ob es günstiger ist ein Versandunternehmen zu wählen, bei welchem die USt ausgewiesen wird.
Um den Aufwand des Frankierens möglichst gering zu halten, werden von den Versandunternehmen zahlreiche Möglichkeiten wie die Internetmarke oder die Online-Frankierung angeboten. Besonders hervorheben möchte ich das Portal paket.de von DHL, auf welchem man alle aktuellen Sendungen gut im Überblick hat. Adressen von Stammkunden können im Adressbuch hinterlegt werden, über den  Anbieter billbee [Verlinkung zum Anbieter Billbee] können Adressdaten via CSV-Datei in wenigen Schritten importiert werden. Für Vielversender lohnt es sich DHL-Paketmarken im Set zu kaufen, so gibt es bspw. 100 Marken für 2 kg-Pakete für je 4,69 € statt 4,99 €. Via Coupon-Code werden diese bei der Online-Frankierung eingelöst, wodurch auch die Rechnungsanforderung bei jeder einzelnen Frankierung entfällt, auf einer Sammelrechnung wird der Betrag für alle 100 Marken ausgewiesen.5 Bei einem Versand von mehr als 200 Paketen im Jahr gibt es günstigere Geschäftskundenpreise, bei diesen wird die USt ausgewiesen.5 Durch die Nutzung solcher Angebote und Möglichkeiten kann die Bestellabwicklung deutlich effizienter gestaltet werden, weshalb insbesondere bei größerem Verkaufsvolumen darauf zurückgegriffen werden sollte.

1 Vgl. § 474 Abs. 2.
2 Vgl. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 08.11.2012, Az. 2-03 O 205/12./span>
3 Vgl. Deutsche Post AG (Hrsg.) (2015), Dokumentierte Zustellung für Ihre Briefe. [Letzter Zugriff: 23.04.2017].
4 Vgl. § 4 Nr. 8i UStG.
5 Vgl. DHL Vertriebs GmbH (Hrsg.) (2015), Paket.de.
6 Vgl. Deutsche Post DHL Group (Hrsg.) (2015), Geschäftskunde werden und kräftig sparen. [Letzter Zugriff: 24.03.2017].

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Handmade at Amazon II (Erfahrungen)

E-Commerce By Februar 1, 2017 Tags: , , 4 Comments

Nachdem ich nun gut drei Monate bei Handmade at Amazon vertreten bin, möchte ich gerne meine Erfahrungen mit euch teilen. Meine Erfahrungen bezüglich der Anmeldung habe ich in dem Beitrag Handmade at Amazon I niedergeschrieben.

Um es direkt vorneweg zu nehmen: Mein Urteil fällt durchweg positiv aus. Den ersten Verkauf hatte ich bereits 2 Tage nach meiner Shop-Eröffnung. Seitdem verkaufe ich beinahe täglich. Auf anderen Plattformen hat es deutlich länger gedauert, bis sich eine höhere Anzahl an Verkäufen einstellte. Ein kleiner Einblick in meine Zahlen: In diesem Januar machen die Amazon-Verkäufe bereits 34% des Absatzes aus und 24% des Gesamtumsatzes (Die Differenz kommt dadurch zustande, dass ich vor allem einige der preiswerteren Artikel gut über Handmade at Amazon verkaufe). Betrachte ich die vergangenen Monate, so ist die Tendenz steigend.

Auch mit dem Workflow auf der Plattform bin ich zufrieden. Die Arbeitsprozesse (Artikel einstellen und bearbeiten, Verkaufsabwicklung, Kommunikation mit dem Kunden etc.) sind gut strukturiert und leicht zu erfassen. Nach kürzester Zeit war ich gut eingearbeitet und komme mittlerweile mit dem System sehr gut zurecht. Da Artikelvarianten/Zusatzoptionen [Erläuterung siehe Beitrag I] direkt beim Produkt hinterlegt werden können, fällt der Kommunikationsaufwand im Vergleich zu anderen Portalen deutlich geringer aus. Der Kunde kann bspw. ein personalisiertes Stammbuch in Wunsch-Farbkombination direkt ohne vorherigen Kontakt bei Amazon bestellen und bekommt auch den richtigen Preis ausgegeben. Dies stellt eine immense Zeitersparnis dar. Des Weiteren erfolgt die ganze Zahlungsabwicklung direkt über den Anbieter, auch darum müssen wir Verkäufer uns also nicht kümmern.

Die Kommunikation mit Amazon ist ebenfalls tadellos: Nachdem ich eine Frage an den Kundendienst schrieb (es ist leider nicht möglich bei einem Artikel die Kategorie zu ändern, es muss dann ein komplett neuer Artikel angelegt werden), wurde ich binnen weniger Minuten telefonisch zurückgerufen und konnte meine Frage persönlich mit einer Mitarbeiterin klären. Im Bereich Reklamation/Widerruf konnte ich leider 😉 noch keine Erfahrungen sammeln.

Weiterhin ist mir positiv aufgefallen, dass meine Artikel in der Suche schon relativ weit vorne auftauchen, auch wenn nicht explizit in der Handmade-Kategorie sondern unter „alle Kategorien“ gesucht wird. Das heißt auch Kunden, welche allgemein auf Amazon unterwegs sind, ohne sich auf die Handmade-Kategorie zu beschränken, werden meine Produkte angezeigt. Dies bezieht sich vor allem auf Produkte, die schon mehrfach verkauft wurden, diese werden also besser gelistet. Beispiel: Ein Leporello, welches mittlerweile 10x über Amazon gekauft wurde, befindet sich bei der Suche nach „Leporello“ ohne Kategorie-Einschränkung („alle Kategorien“) bereits auf Seite 2 der Ergebnisse. Bei der Beschränkung auf die Handmade-Kategorie erscheint es sogar auf Platz 1.

Nach diesen Erfahrungen der ersten Monate kann ich meine Empfehlung für ein Verkaufskonto bei Handmade at Amazon wiederholen. Weiterhin gilt: Bis einschließlich 12/2017 werden für Handmade-Verkäufer keine Grundgebühren/Einstellgebühren erhoben.1

[Update vom 29.06.2017: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon]

1 Vgl. Amazon Services (Hrsg.) (2016), Gebührenübersicht für Handmade at Amazon [Letzter Zugriff: 27.01.2017].

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Lieferzeitangabe

E-Commerce By Januar 25, 2017 Tags: , , No Comments

Im Online-Handel muss der Unternehmer darüber informieren, bis zu welchem Termin er die Ware liefern muss.1 Bislang2 genügte die Angabe „Lieferung 3-5 Tage ab Zahlungseingang“, nun ist es aber entscheidend, dass der Verbraucher sich das Datum der Lieferung selbst ausrechnen können muss. Die angegebene Lieferzeit beginnt daher mit aufgegebener Zahlung seitens des Kundens. Die Zeit für den Zahlungsverkehr, mögliche Produktionszeit sowie die Versanddauer muss in die Lieferzeit einkalkuliert werden, auch arbeitsfreie Tage wie das Wochenende müssen beachtet werden. Über die abweichende Versanddauer in verschiedene Länder muss ebenfalls informiert werden, dies kann bspw. über einen Sternchenhinweis geschehen. Die It-Recht-Kanzlei empfiehlt bspw. folgende Vorgehensweise: „Lieferzeit 3-5 Tage*“ (Angabe beim jeweiligen Artikel), „*Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier <Link zur Versandinfoseite>“ (im Footer gut einsehbar).3
Ungenaue Lieferzeitangaben wie „ voraussichtlich“ oder „in der Regel“ sind abmahngefährdet, die Angabe „ca.“ wurde vom OLG München jedoch als rechtens eingestuft.4 Des Weiteren sollte beachtet werden, dass an unterschiedlichen Stellen im Online-Auftritt nicht auf verschiedene Lieferzeiten verwiesen wird, dies wäre irreführend und ebenfalls abmahngefährdet.5

1 Vgl. Art. 246a § 1 Abs. 7 EGBGB.
2 bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie am 13.06.2014
3 Vgl. Nagel (2014), Ungenaue Lieferzeiten: werden aktuell abgemahnt. [Letzter Zugriff: 24.01.2017].
4 Vgl. OLG München, Urteil vom 08.10.2014, Az. 29 W 1935/14.
5 Vgl. § 5 Abs. 1 UWG.

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Rechtstexte bei neuen Vertriebskanälen

E-Commerce By November 2, 2016 Tags: , , , No Comments

Ein neuer Internetauftritt birgt immer wieder das Erfordernis alle notwendigen Rechtstexte rechtskonform einzubetten. Dies ist nicht nur bei der Gründung der Fall, sondern auch im laufenden Geschäftsbetrieb. Ich nutze aktuell ganz neu Handmade at Amazon, weshalb dieses Thema für mich gerade eine sehr hohe Relevanz aufweist und ich mich intensiv damit beschäftige.

Möchte man als Gründer einen weiteren Online-Auftritt als neuen Vertriebskanal hinzunehmen, müssen wieder zahlreiche rechtliche Vorschriften beachtet werden. Auch wenn man diesen Schritt in der Vergangenheit schon mehrfach begangen hat, so liegt es zumeist doch schon einige Zeit zurück und die Details können in Vergessenheit geraten sein. Jeder Internetauftritt ist individuell und nicht bei jeder Plattform wird man beim Anlegen eines Verkäuferkontos bzw. Shopauftritts transparent auf die erforderlichen Informationen hingewiesen. Bei Amazon gibt es bspw. kein eigenes Eingabefeld für die AGB, diese können dort unter „Impressum & Info zum Verkäufer“ hinterlegt werden. Zudem gibt es immer wieder neue Vorschriften, die es zu beachten gibt. So ist bspw. seit 24.02.2016 die Datenschutzerklärung Pflicht,1 ebenso wie Hinweis und Verlinkung auf die Online-Streitbeilegungsplattform seit 09.01.2016.2
Um allen Erfordernissen gerecht zu werden, habe ich mir eine Checkliste angelegt, welche ich für jeden neuen Online-Auftritt verwende und je nach Rechtsprechung aktualisiere [Diese kann am Ende des Beitrags kostenfrei als PDF heruntergeladen werden]. Das Impressum muss bei jeder Online-Präsenz hinterlegt werden, sobald man dort mit seinem Unternehmen auftritt. Dies gilt zum Beispiel auch für alle Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest und Youtube. Auf Plattformen auf denen zusätzlich die Möglichkeit zum Verkauf besteht, müssen folgende Informationen zusätzlich hinterlegt werden: Widerrufsbelehrung & Widerrufsformular, AGB, Kundeninformationen, Datenschutz sowie Hinweis und Verlinkung der Online-Streitbeilegungsplattform.

Bei einer bestehenden Umsatzsteuerpflicht sollte zudem die USt-ID im Konto hinterlegt sein, damit evtl. anfallende USt. auf die Provision vom Plattformbetreiber nicht in Rechnung gestellt wird (z.B. bei Etsy und Amazon).

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Checkliste neuer Online-Auftritt als PDF

1 Vgl. ERecht24 (Hrsg.), Neues Gesetz: Fehlende Datenschutzerklärung auf Webseiten kann ab sofort abgemahnt werden [Letzter Zugriff: 27.10.2016].
2 Vgl. IHK Würzburg-Schweinfurt (Hrsg.), Online-Händler müssen ab dem 09.01.2016 neue Informationspflichten beachten [Letzter Zugriff: 27.10.2016].

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Handmade at Amazon I (Anmeldung)

E-Commerce By Oktober 12, 2016 Tags: , No Comments

Seit dem 22.9.2016 gibt es einen neuen Online-Vertriebsweg für Handmade-Verkäufer in Deutschland: Handmade at Amazon ist in Deutschland gestartet. Zuvor war die Handmade-Rubrik nur auf der englischsprachigen Seite www.amazon.com erreichbar.

In der neuen Handmade-Kategorie bei Amazon kann nicht jeder direkt mitmachen, es muss zunächst eine Bewerbung durchlaufen werden und im Erfolgsfall bekommt man anschließend eine Einladung per Mail zugesendet. Die Bewerbung dauert ca. 15-20 Minuten und soll überzeugen, dass die Produkte tatsächlich „Handmade“ sind. Also genau das, was bei DaWanda so häufig kritisiert wird – nämlich billige Massenprodukte, die nicht handgemacht sind – wird hier vorab kontrolliert. Es werden Fragen zu den Produkten und zum Herstellungsprozess gestellt, auch ein Foto vom Arbeitsbereich und vom Arbeitsprozess werden verlangt. Anlässlich dieser Vorgabe vernahm ich einige Kritik in der Community. Ich kann euch jedoch beruhigen: Es wird keineswegs ein perfektes Studio-Foto vom perfekten Atelier erwartet. Ich habe dieses Foto eingereicht und das hat auch ausgerreicht:Hochkonzentriert

Ich bekam heute – nach fast 14 Tagen – die Einladung. Ich habe mich natürlich gefreut und gleich an die Einrichtung des Shops begeben. Der Aufbau einer neuen Vertriebsmöglichkeit ist immer mit viel Arbeit verbunden und es ist ganz normal, dass es ein wenig dauert, bis man sich in das neue System eingearbeitet hat. Zunächst wurden allgemeine Daten erfasst, unter anderem wurde auch nach einer Gewerbeanmeldung und dem Datum dieser Anmeldung gefragt. Auch dieser Punkt wird häufig an DaWanda kritisiert: Dort wird eine Gewerbeanmeldung nicht kontrolliert und es ist theoretisch möglich ohne Gewerbeanmeldung zu verkaufen. Nachdem alle Anmelde-Daten erfasst sind, kann direkt mit der Einrichtung des Shops und dem Einstellen von Artikeln begonnen werden. Um dies den Verkäufern zu erleichtern, wird ein gut aufbereitetes PDF „Erste Schritte“ bereitgestellt, in dem einige wichtige Grundlagen erläutert werden. Weiterführende Informationen und Hilfestellungen bietet zum Beispiel das hauseigene Handmade-Forum. Besonders hervorheben möchte ich die Möglichkeit, Personalisierungen anzubieten und konkret die Optionen zu hinterlegen. Diese können sogar direkt mit Aufpreis verlinkt werden.  Einiges was sonst mühselig vorab via Nachricht geklärt werden muss, kann nun direkt vom Kunden ausgewählt werden. Perfekt wäre es, wenn bei den Optionen noch weitere Bilder hinterlegt werden könnten, dies ist leider nicht möglich. Es können jedoch bis zu 9 Artikelbilder hochgeladen werden, müssen die „Spezial-Bilder“ eben dort mit angezeigt werden.

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Die Gebühren bei Amazon Handmade fallen ein wenig höher aus als bei DaWanda (ich ziehe hier den Vergleich zu DaWanda, da ich bislang den Großteil meiner Verkäufe dort generiere), es gibt keine Einstellgebühr, die Verkaufsprovision liegt bei 12 %.1 Ab Dezember 2017 wird außerdem eine monatliche Abonnementgebühr in Höhe von aktuell 39 € erhoben.2 Daher meine Empfehlung: Wenn ihr unsicher seid, ob ihr euch bei Amazon Handmade bewerben/anmelden sollt, tut es. Da bis 12/2017 keine Grundgebühr und auch keine weiteren Einstellgebühren anfallen, macht ihr im Fall des Nichtverkaufens keinen Verlust (außer natürlich der Zeitverlust, aber dieses Risiko hat man bei neuen Vertriebswegen immer).

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich Amazon Handmade entwickelt. DaWanda bleibe ich natürlich treu, aber es spricht ja nichts gegen einen weiteren Vertriebsweg.


Screenshot meines noch spärlich bestückten Shops.

[Update vom 29.06.2017: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon]

 

1 Diese werden jedoch auf den Gesamtbetrag (inklusive Versandkosten) erhoben, bei DaWanda hingegen fällt die Provision nur auf den Artikelpreis an.
2 Vgl. Amazon Services (Hrsg.) (2016), Gebührenübersicht für Handmade at Amazon [Letzter Zugriff: 10.10.2016].

 

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Impressum

E-Commerce By Juli 20, 2016 Tags: , , , No Comments

Ein fehlerhaftes, unvollständiges oder fehlendes Impressum ist ein häufiger Grund für Abmahnungen. Es ist jedoch gar nicht schwer selbst zu erstellen, das Gesetz gibt hier klare Vorgaben. Insbesondere für Handmade-Gründer, die zumeist in der Unternehmensform des Einzelunternehmens gründen, sind die verpflichtenden Angaben überschaubar. Das Impressum wird auch als Anbieterkennzeichnung bezeichnet.

Laut § 5 TMG müssen Diensteanbieter von „geschäftsmäßige[n] (Erg. des Verf.), in der Regel gegen Entgelt angebotene[n] (Erg. des Verf.) Telemedien“ ein Impressum angeben. Nur in wenigen Fällen wie bspw. der rein privaten Nutzung eines Webauftrittes, entfällt die Pflicht der Anbieterkennzeichnung. Diese Pflicht gilt für jegliche elektronische Informations- und Kommunikationsdienste, dementsprechend muss das Impressum neben der Website auch auf dem Blog, bei Facebook, Twitter und anderen Kanälen angegeben werden.1 Auch eine sogenannte „Baustellenseite“, d.h. ein Internetauftritt, welcher sich noch im Aufbau befindet, kann unter die Impressumspflicht fallen. Dabei ist es entscheidend, welche Informationen auf der Seite wiedergegeben werden. Sobald bereits eine geschäftliche Tätigkeit zu erkennen ist (z.B. Verweis auf die sich im Aufbau befindende Internetseite) muss der Anbieter den gesetzlichen Informationspflichten nachkommen.2
Das Gesetz sieht eine Reihe von Pflichtangaben vor, wobei für die meisten Handmade-Verkäufer nur diese relevant sind: Vollständiger Name (bei einer GbR müssen alle Gesellschafter angegeben werden) und Anschrift, Telefonnummer, Email-Adresse, Handelsregister mit entsprechender Registernummer (falls vorhanden) sowie UST-ID (falls vorhanden). Sofern eine Faxnummer vorhanden ist, sollte auch diese angegeben werden. Die Steuernummer sollte nicht aufgeführt werden, wie es häufig fälschlicherweise praktiziert wird. Die Telefonnummer darf keine kostenpflichtige Mehrwertdienstenummer sein.3 Eine Telefonnummer ist nicht zwingend notwendig, wenn eine andere schnelle Kontaktmöglichkeit zur Verfügung gestellt wird, dies wäre bspw. ein elektronisches Kontaktformular.4 Empfehlenswert ist die Nennung einer Rufnummer aus Gründen der Kundenfreundlichkeit und Seriosität dennoch.
Bei vielen Verkaufsportalen wie DaWanda, Etsy oder Ebay ist die Platzierung des Impressums bereits vorgegeben und die Daten müssen nur noch über eine Eingabemaske eingefügt werden. Wird jedoch ein eigener Web-Auftritt verwirklicht, so muss sich auch mit der rechtssicheren Positionierung des Impressums auseinandergesetzt werden. Laut § 5 TMG muss die Anbieterkennzeichnung „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ gehalten werden. Dies bedeutet, das Impressum muss über einen eindeutigen Begriff wie Impressum, Anbieterkennzeichnung oder Kontakt verlinkt sein. Des Weiteren sollte es innerhalb der Website über maximal zwei Verlinkungen erreicht werden können.5 Auch zu beachten ist, dass das Impressum auf jeglichen mobilen Endgeräten die Anforderungen an die Erreichbarkeit erfüllen muss. Bevor Facebook im März 2014 ein Impressumsfeld für Fanseiten eingeführt hat, war es nicht so einfach die Anbieterkennzeichnung korrekt anzeigen zu lassen, sodass es zu Abmahnungen in dem Bereich kam.6
Je nach Design-Update der entsprechenden Apps kann es passieren, dass das Impressum nicht mehr rechtssicher angezeigt wird, weshalb es empfehlenswert ist, die eigenen Seiten auf entsprechenden Endgeräten regelmäßig zu überprüfen.

1 Vgl. LG Aschaffenburg, Urteil vom 19.08. 2011, Az. 2 HK O 54/11.
2 Vgl. LG Aschaffenburg, Urteil vom 03.04. 2012, Az. 2 HK O 14/12.
3 Vgl. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 02.10. 2013, Az. 2-3 O 445/12.
4 Vgl. EuGH, Urteil vom 16.10.2008, Az. C-298/07.
5 Vgl. OLG München, Urteil vom 11.09.2003, Az. 29 U 2681/03.
6 Vgl. OLG Hamm, Urteil vom 20.05.2010, Az. I-4 U 225/09.

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