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Vertrieb

Update: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon

E-Commerce By Juni 29, 2017 Tags: , , 2 Comments

Der heutige Newsletter von Handmade at Amazon löste sicherlich in vielen Handmade-Verkäufern große Freude aus, denn es wurde verkündet, dass die monatliche Abonnementgebühr von 39€ zunächst weiterhin entfällt. Bisher gab es die Information, dass diese Gebühr für Handmade-Verkäufer nach dem 31.12.2017 anfallen sollte. Ab wann die Gebühr fällig wird oder ob dauerhaft darauf verzichtet wird, wurde jedoch nicht verkündet.

Einer weitere positive Nachricht ist, dass die Verkaufsgebühren bis einschließlich 31.12.2018 bei 12% bleiben und erst danach auf 15% erhöht werden.

Verkäufer von handgefertigten Schuhen und Bekleidung haben ebenfalls ein Grund zur Freude: Bislang gab es noch keine Kategorien für diese Produkte bei Handmade at Amazon, diese sollen aber demnächst freigeschaltet werden. Dies wurde ebenfalls im heutigen Newsletter verkündet.

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Hier geht es zu den Artikeln Anmeldung bei Handmade at Amazon und Erfahrungen bei Handmade at Amazon.

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Versandmöglichkeiten

E-Commerce By April 26, 2017 Tags: , , No Comments

Für den Versand der Ware gibt es zahlreiche Möglichkeiten, welche individuell abgewogen werden müssen. Grundsätzlich wird unterschieden in versicherten und unversicherten Versand, wobei das Versandrisiko immer beim Verkäufer liegt.1 Durch die Wahlmöglichkeit für den Käufer zwischen versichertem und unversichertem Versand darf nicht suggeriert werden, dass dieser das Risiko trägt.2
Die am weitesten verbreitete Versandart ist der Brief von der Deutschen Post, welcher grundsätzlich unversichert ist. Dieser kann jedoch durch die Zusatzleistung „Einschreiben“ aufgewertet werden. Die Konditionen variieren je nach gewählter Zusatzleistung, Haftung ist bis zu 25 € möglich, eine Sendungsverfolgung steht bei allen Varianten zur Verfügung.3 Übersteigt die zu versendene Ware in Größe oder Gewicht den Bestimmungen eines Briefes oder ist der zu versichernde Wert größer als 25 €, sollte als Paket versendet werden. Diese Versandart wird von verschiedenen Dienstleistern wie DHL, DPD, Hermes oder GLS angeboten. Welches Unternehmen sich als am besten geeignet erweist, sollte individuell nach Aspekten wie Erfahrungswerten, Standort der Einlieferungsstelle, Versicherungswert und Preis der am häufigsten versendeten Verpackungsgröße bestimmt werden.
Ein weiterer Aspekt ist die USt, welche bei bspw. der Deutschen Post und der DHL bei den meisten Leistungen nicht ausgewiesen ist,4 weshalb sie nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Sofern der Handmade-Verkäufer umatzsteuerpflichtig ist, muss diese jedoch beim Kunden auch auf das Porto erhoben werden, daher sollte genau überprüft werden, ob es günstiger ist ein Versandunternehmen zu wählen, bei welchem die USt ausgewiesen wird.
Um den Aufwand des Frankierens möglichst gering zu halten, werden von den Versandunternehmen zahlreiche Möglichkeiten wie die Internetmarke oder die Online-Frankierung angeboten. Besonders hervorheben möchte ich das Portal paket.de von DHL, auf welchem man alle aktuellen Sendungen gut im Überblick hat. Adressen von Stammkunden können im Adressbuch hinterlegt werden, über den  Anbieter billbee [Verlinkung zum Anbieter Billbee] können Adressdaten via CSV-Datei in wenigen Schritten importiert werden. Für Vielversender lohnt es sich DHL-Paketmarken im Set zu kaufen, so gibt es bspw. 100 Marken für 2 kg-Pakete für je 4,69 € statt 4,99 €. Via Coupon-Code werden diese bei der Online-Frankierung eingelöst, wodurch auch die Rechnungsanforderung bei jeder einzelnen Frankierung entfällt, auf einer Sammelrechnung wird der Betrag für alle 100 Marken ausgewiesen.5 Bei einem Versand von mehr als 200 Paketen im Jahr gibt es günstigere Geschäftskundenpreise, bei diesen wird die USt ausgewiesen.5 Durch die Nutzung solcher Angebote und Möglichkeiten kann die Bestellabwicklung deutlich effizienter gestaltet werden, weshalb insbesondere bei größerem Verkaufsvolumen darauf zurückgegriffen werden sollte.

1 Vgl. § 474 Abs. 2.
2 Vgl. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 08.11.2012, Az. 2-03 O 205/12./span>
3 Vgl. Deutsche Post AG (Hrsg.) (2015), Dokumentierte Zustellung für Ihre Briefe. [Letzter Zugriff: 23.04.2017].
4 Vgl. § 4 Nr. 8i UStG.
5 Vgl. DHL Vertriebs GmbH (Hrsg.) (2015), Paket.de.
6 Vgl. Deutsche Post DHL Group (Hrsg.) (2015), Geschäftskunde werden und kräftig sparen. [Letzter Zugriff: 24.03.2017].

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Handmade at Amazon II (Erfahrungen)

E-Commerce By Februar 1, 2017 Tags: , , 4 Comments

Nachdem ich nun gut drei Monate bei Handmade at Amazon vertreten bin, möchte ich gerne meine Erfahrungen mit euch teilen. Meine Erfahrungen bezüglich der Anmeldung habe ich in dem Beitrag Handmade at Amazon I niedergeschrieben.

Um es direkt vorneweg zu nehmen: Mein Urteil fällt durchweg positiv aus. Den ersten Verkauf hatte ich bereits 2 Tage nach meiner Shop-Eröffnung. Seitdem verkaufe ich beinahe täglich. Auf anderen Plattformen hat es deutlich länger gedauert, bis sich eine höhere Anzahl an Verkäufen einstellte. Ein kleiner Einblick in meine Zahlen: In diesem Januar machen die Amazon-Verkäufe bereits 34% des Absatzes aus und 24% des Gesamtumsatzes (Die Differenz kommt dadurch zustande, dass ich vor allem einige der preiswerteren Artikel gut über Handmade at Amazon verkaufe). Betrachte ich die vergangenen Monate, so ist die Tendenz steigend.

Auch mit dem Workflow auf der Plattform bin ich zufrieden. Die Arbeitsprozesse (Artikel einstellen und bearbeiten, Verkaufsabwicklung, Kommunikation mit dem Kunden etc.) sind gut strukturiert und leicht zu erfassen. Nach kürzester Zeit war ich gut eingearbeitet und komme mittlerweile mit dem System sehr gut zurecht. Da Artikelvarianten/Zusatzoptionen [Erläuterung siehe Beitrag I] direkt beim Produkt hinterlegt werden können, fällt der Kommunikationsaufwand im Vergleich zu anderen Portalen deutlich geringer aus. Der Kunde kann bspw. ein personalisiertes Stammbuch in Wunsch-Farbkombination direkt ohne vorherigen Kontakt bei Amazon bestellen und bekommt auch den richtigen Preis ausgegeben. Dies stellt eine immense Zeitersparnis dar. Des Weiteren erfolgt die ganze Zahlungsabwicklung direkt über den Anbieter, auch darum müssen wir Verkäufer uns also nicht kümmern.

Die Kommunikation mit Amazon ist ebenfalls tadellos: Nachdem ich eine Frage an den Kundendienst schrieb (es ist leider nicht möglich bei einem Artikel die Kategorie zu ändern, es muss dann ein komplett neuer Artikel angelegt werden), wurde ich binnen weniger Minuten telefonisch zurückgerufen und konnte meine Frage persönlich mit einer Mitarbeiterin klären. Im Bereich Reklamation/Widerruf konnte ich leider 😉 noch keine Erfahrungen sammeln.

Weiterhin ist mir positiv aufgefallen, dass meine Artikel in der Suche schon relativ weit vorne auftauchen, auch wenn nicht explizit in der Handmade-Kategorie sondern unter „alle Kategorien“ gesucht wird. Das heißt auch Kunden, welche allgemein auf Amazon unterwegs sind, ohne sich auf die Handmade-Kategorie zu beschränken, werden meine Produkte angezeigt. Dies bezieht sich vor allem auf Produkte, die schon mehrfach verkauft wurden, diese werden also besser gelistet. Beispiel: Ein Leporello, welches mittlerweile 10x über Amazon gekauft wurde, befindet sich bei der Suche nach „Leporello“ ohne Kategorie-Einschränkung („alle Kategorien“) bereits auf Seite 2 der Ergebnisse. Bei der Beschränkung auf die Handmade-Kategorie erscheint es sogar auf Platz 1.

Nach diesen Erfahrungen der ersten Monate kann ich meine Empfehlung für ein Verkaufskonto bei Handmade at Amazon wiederholen. Weiterhin gilt: Bis einschließlich 12/2017 werden für Handmade-Verkäufer keine Grundgebühren/Einstellgebühren erhoben.1

[Update vom 29.06.2017: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon]

1 Vgl. Amazon Services (Hrsg.) (2016), Gebührenübersicht für Handmade at Amazon [Letzter Zugriff: 27.01.2017].

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Lieferzeitangabe

E-Commerce By Januar 25, 2017 Tags: , , No Comments

Im Online-Handel muss der Unternehmer darüber informieren, bis zu welchem Termin er die Ware liefern muss.1 Bislang2 genügte die Angabe „Lieferung 3-5 Tage ab Zahlungseingang“, nun ist es aber entscheidend, dass der Verbraucher sich das Datum der Lieferung selbst ausrechnen können muss. Die angegebene Lieferzeit beginnt daher mit aufgegebener Zahlung seitens des Kundens. Die Zeit für den Zahlungsverkehr, mögliche Produktionszeit sowie die Versanddauer muss in die Lieferzeit einkalkuliert werden, auch arbeitsfreie Tage wie das Wochenende müssen beachtet werden. Über die abweichende Versanddauer in verschiedene Länder muss ebenfalls informiert werden, dies kann bspw. über einen Sternchenhinweis geschehen. Die It-Recht-Kanzlei empfiehlt bspw. folgende Vorgehensweise: „Lieferzeit 3-5 Tage*“ (Angabe beim jeweiligen Artikel), „*Gilt für Lieferungen nach Deutschland. Informationen zur Berechnung des Liefertermins siehe hier <Link zur Versandinfoseite>“ (im Footer gut einsehbar).3
Ungenaue Lieferzeitangaben wie „ voraussichtlich“ oder „in der Regel“ sind abmahngefährdet, die Angabe „ca.“ wurde vom OLG München jedoch als rechtens eingestuft.4 Des Weiteren sollte beachtet werden, dass an unterschiedlichen Stellen im Online-Auftritt nicht auf verschiedene Lieferzeiten verwiesen wird, dies wäre irreführend und ebenfalls abmahngefährdet.5

1 Vgl. Art. 246a § 1 Abs. 7 EGBGB.
2 bis zum Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie am 13.06.2014
3 Vgl. Nagel (2014), Ungenaue Lieferzeiten: werden aktuell abgemahnt. [Letzter Zugriff: 24.01.2017].
4 Vgl. OLG München, Urteil vom 08.10.2014, Az. 29 W 1935/14.
5 Vgl. § 5 Abs. 1 UWG.

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Handmade at Amazon I (Anmeldung)

E-Commerce By Oktober 12, 2016 Tags: , No Comments

Seit dem 22.9.2016 gibt es einen neuen Online-Vertriebsweg für Handmade-Verkäufer in Deutschland: Handmade at Amazon ist in Deutschland gestartet. Zuvor war die Handmade-Rubrik nur auf der englischsprachigen Seite www.amazon.com erreichbar.

In der neuen Handmade-Kategorie bei Amazon kann nicht jeder direkt mitmachen, es muss zunächst eine Bewerbung durchlaufen werden und im Erfolgsfall bekommt man anschließend eine Einladung per Mail zugesendet. Die Bewerbung dauert ca. 15-20 Minuten und soll überzeugen, dass die Produkte tatsächlich „Handmade“ sind. Also genau das, was bei DaWanda so häufig kritisiert wird – nämlich billige Massenprodukte, die nicht handgemacht sind – wird hier vorab kontrolliert. Es werden Fragen zu den Produkten und zum Herstellungsprozess gestellt, auch ein Foto vom Arbeitsbereich und vom Arbeitsprozess werden verlangt. Anlässlich dieser Vorgabe vernahm ich einige Kritik in der Community. Ich kann euch jedoch beruhigen: Es wird keineswegs ein perfektes Studio-Foto vom perfekten Atelier erwartet. Ich habe dieses Foto eingereicht und das hat auch ausgerreicht:Hochkonzentriert

Ich bekam heute – nach fast 14 Tagen – die Einladung. Ich habe mich natürlich gefreut und gleich an die Einrichtung des Shops begeben. Der Aufbau einer neuen Vertriebsmöglichkeit ist immer mit viel Arbeit verbunden und es ist ganz normal, dass es ein wenig dauert, bis man sich in das neue System eingearbeitet hat. Zunächst wurden allgemeine Daten erfasst, unter anderem wurde auch nach einer Gewerbeanmeldung und dem Datum dieser Anmeldung gefragt. Auch dieser Punkt wird häufig an DaWanda kritisiert: Dort wird eine Gewerbeanmeldung nicht kontrolliert und es ist theoretisch möglich ohne Gewerbeanmeldung zu verkaufen. Nachdem alle Anmelde-Daten erfasst sind, kann direkt mit der Einrichtung des Shops und dem Einstellen von Artikeln begonnen werden. Um dies den Verkäufern zu erleichtern, wird ein gut aufbereitetes PDF „Erste Schritte“ bereitgestellt, in dem einige wichtige Grundlagen erläutert werden. Weiterführende Informationen und Hilfestellungen bietet zum Beispiel das hauseigene Handmade-Forum. Besonders hervorheben möchte ich die Möglichkeit, Personalisierungen anzubieten und konkret die Optionen zu hinterlegen. Diese können sogar direkt mit Aufpreis verlinkt werden.  Einiges was sonst mühselig vorab via Nachricht geklärt werden muss, kann nun direkt vom Kunden ausgewählt werden. Perfekt wäre es, wenn bei den Optionen noch weitere Bilder hinterlegt werden könnten, dies ist leider nicht möglich. Es können jedoch bis zu 9 Artikelbilder hochgeladen werden, müssen die „Spezial-Bilder“ eben dort mit angezeigt werden.

Bildschirmfoto 2016-10-10 um 22.15.27

Die Gebühren bei Amazon Handmade fallen ein wenig höher aus als bei DaWanda (ich ziehe hier den Vergleich zu DaWanda, da ich bislang den Großteil meiner Verkäufe dort generiere), es gibt keine Einstellgebühr, die Verkaufsprovision liegt bei 12 %.1 Ab Dezember 2017 wird außerdem eine monatliche Abonnementgebühr in Höhe von aktuell 39 € erhoben.2 Daher meine Empfehlung: Wenn ihr unsicher seid, ob ihr euch bei Amazon Handmade bewerben/anmelden sollt, tut es. Da bis 12/2017 keine Grundgebühr und auch keine weiteren Einstellgebühren anfallen, macht ihr im Fall des Nichtverkaufens keinen Verlust (außer natürlich der Zeitverlust, aber dieses Risiko hat man bei neuen Vertriebswegen immer).

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich Amazon Handmade entwickelt. DaWanda bleibe ich natürlich treu, aber es spricht ja nichts gegen einen weiteren Vertriebsweg.


Screenshot meines noch spärlich bestückten Shops.

[Update vom 29.06.2017: Verkaufsgebühren bei Handmade at Amazon]

 

1 Diese werden jedoch auf den Gesamtbetrag (inklusive Versandkosten) erhoben, bei DaWanda hingegen fällt die Provision nur auf den Artikelpreis an.
2 Vgl. Amazon Services (Hrsg.) (2016), Gebührenübersicht für Handmade at Amazon [Letzter Zugriff: 10.10.2016].

 

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