Für den Versand der Ware gibt es zahlreiche Möglichkeiten, welche individuell abgewogen werden müssen. Grundsätzlich wird unterschieden in versicherten und unversicherten Versand, wobei das Versandrisiko immer beim Verkäufer liegt.1 Durch die Wahlmöglichkeit für den Käufer zwischen versichertem und unversichertem Versand darf nicht suggeriert werden, dass dieser das Risiko trägt.2
Die am weitesten verbreitete Versandart ist der Brief von der Deutschen Post, welcher grundsätzlich unversichert ist. Dieser kann jedoch durch die Zusatzleistung „Einschreiben“ aufgewertet werden. Die Konditionen variieren je nach gewählter Zusatzleistung, Haftung ist bis zu 25 € möglich, eine Sendungsverfolgung steht bei allen Varianten zur Verfügung.3 Übersteigt die zu versendene Ware in Größe oder Gewicht den Bestimmungen eines Briefes oder ist der zu versichernde Wert größer als 25 €, sollte als Paket versendet werden. Diese Versandart wird von verschiedenen Dienstleistern wie DHL, DPD, Hermes oder GLS angeboten. Welches Unternehmen sich als am besten geeignet erweist, sollte individuell nach Aspekten wie Erfahrungswerten, Standort der Einlieferungsstelle, Versicherungswert und Preis der am häufigsten versendeten Verpackungsgröße bestimmt werden.
Ein weiterer Aspekt ist die USt, welche bei bspw. der Deutschen Post und der DHL bei den meisten Leistungen nicht ausgewiesen ist,4 weshalb sie nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden kann. Sofern der Handmade-Verkäufer umatzsteuerpflichtig ist, muss diese jedoch beim Kunden auch auf das Porto erhoben werden, daher sollte genau überprüft werden, ob es günstiger ist ein Versandunternehmen zu wählen, bei welchem die USt ausgewiesen wird.
Um den Aufwand des Frankierens möglichst gering zu halten, werden von den Versandunternehmen zahlreiche Möglichkeiten wie die Internetmarke oder die Online-Frankierung angeboten. Besonders hervorheben möchte ich das Portal paket.de von DHL, auf welchem man alle aktuellen Sendungen gut im Überblick hat. Adressen von Stammkunden können im Adressbuch hinterlegt werden, über den  Anbieter billbee [Verlinkung zum Anbieter Billbee] können Adressdaten via CSV-Datei in wenigen Schritten importiert werden. Für Vielversender lohnt es sich DHL-Paketmarken im Set zu kaufen, so gibt es bspw. 100 Marken für 2 kg-Pakete für je 4,69 € statt 4,99 €. Via Coupon-Code werden diese bei der Online-Frankierung eingelöst, wodurch auch die Rechnungsanforderung bei jeder einzelnen Frankierung entfällt, auf einer Sammelrechnung wird der Betrag für alle 100 Marken ausgewiesen.5 Bei einem Versand von mehr als 200 Paketen im Jahr gibt es günstigere Geschäftskundenpreise, bei diesen wird die USt ausgewiesen.5 Durch die Nutzung solcher Angebote und Möglichkeiten kann die Bestellabwicklung deutlich effizienter gestaltet werden, weshalb insbesondere bei größerem Verkaufsvolumen darauf zurückgegriffen werden sollte.

1 Vgl. § 474 Abs. 2.
2 Vgl. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 08.11.2012, Az. 2-03 O 205/12./span>
3 Vgl. Deutsche Post AG (Hrsg.) (2015), Dokumentierte Zustellung für Ihre Briefe. [Letzter Zugriff: 23.04.2017].
4 Vgl. § 4 Nr. 8i UStG.
5 Vgl. DHL Vertriebs GmbH (Hrsg.) (2015), Paket.de.
6 Vgl. Deutsche Post DHL Group (Hrsg.) (2015), Geschäftskunde werden und kräftig sparen. [Letzter Zugriff: 24.03.2017].

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